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Safran Wirkung: Wie verhält sich Safran in unserem Körper?

Was für eine Wirkung hat Safran auf unseren Körper?

Safran ist mit Abstand das teuerste Gewürz der Welt. Es besitzt einen hohen kulturellen Wert und überzeugt tagtäglich mit seinem atemberaubenden Geschmack und Aroma. Die Arbeit, welche in der mühsamen Ernte und zeitaufwendigen Verarbeitung aufkommt, wird aber nicht nur hiermit belohnt. Safran besitzt nämlich nicht nur wegen seinem Namen eine solch ausgiebige Nachfrage. Neben dem effektiven Würzen von Essen und seinem kulturellen Wert besitzt er nämlich eine Vielzahl von gesundheitlichen Vorteilen.

Safran Wirkung: Nur welchen Einfluss hat Safran nun?

Safran besitzt hunderte von verschiedenen Inhaltsstoffen. Bis heute wird weiter geforscht und entdeckt. Was man aber bereits feststellen konnte, ist, dass Safran einen gewaltigen Vitamin-C-Gehalt besitzt. Dies sorgt für ein starkes Wirkungsspektrum gegen Immunschwächen, da es bekanntlich die Produktion von weißen Blutkörperchen anregt. Diese dienen dem Körper als erste Verteidigungslinie gegen Krankheiten.

Die Safran Wirkung beschränkt sich jedoch nicht nur auf Vorsorge. Es ist außerdem ein traditionelles Mittel zur Linderung leichter Depressionen und zur Verbesserung der Stimmung bei regelmäßigem Verzehr bekannt. Deshalb wird es bis heute noch in Medikamenten genutzt. Zum Arzt zu gehen ist jedoch kein Muss. Durch die vielen Rezepte, welche es für Safran gibt, fällt der Konsum relativ leicht. Regelmäßig einen simplen Safrantee zu trinken genügt bereits, um positive Auswirkungen auf den Körper zu haben.

Crocin, einer der Hauptbestandteile des Safrans, verursacht nachweislich den Zelltod von vielen verschiedenen Arten menschlicher Krebszellen und stimuliert die Bildung von Immunzellen. Hinzuzufügen ist, dass es faszinierenderweise keine Wirkung auf nicht-maligne Zellen im Körper hat und somit keinen Schaden an das menschliche Vitalsystem anrichtet.

Bei glanzloser Haut hat es eine revitalisierende Wirkung und verleiht einen schönen Glanz. In der Kosmetik wird es aus diesem Grund auch gerne in Masken verwendet, um die Haut gesund zu halten.

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass Safran abgesehen von den vorzüglichen Gerichten, welche man mit ihm kreieren kann, auch für seine gesundheitlichen Aspekte ein ansprechendes Produkt ist. Es belebt die Küche mit etlichen neuen Möglichkeiten und erweitert somit die kulinarische Perspektive von jedem ambitionierten Koch.

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Baba Saffron: Der Vater des Safrans

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Baba Saffron ist ein berüchtigter Name in Afghanistan. Die stetig zunehmende Popularität von Safran in Afghanistan ist ohne Zweifel einem gewissen Mann mit einer Vision zu verdanken.

Es begann als Haji Mohammad Akbar, später bekannt unter dem Namen „Baba Saffron“ oder „The Father of Saffron“, ergo „Der Vater des Safrans“, aus dem naheliegenden Pashtun Zar Ghun Distrikt in Herat eintraf. In einem Land, welches von illegalem Drogenhandel kontrolliert wird, sah er Potenzial für einen Wandel zum Besseren. Vor ungefähr 25 Jahren startete mit diesem Gedanken im Hinterkopf seine Reise nach Herat. Im Gepäck hatte er die Zwiebeln der Crocus-Sativuspflanze, welche das Zeitalter einer blühenden Safranindustrie in Afghanistan einleiten würden. Dies würde ihm zur Gründung seiner eigenen Firma verhelfen: Der Baba Saffron Group. In einem vergleichsweise winzigen 300 Quadratmeter großem Feld würde er mit dem Anbau von Safran beginnen.

Der Safrananbau ist jedoch auch Baba Saffron erstmal fremd gewesen.

Zu dieser Zeit war niemand in Afghanistan bezüglich dem Anbau von Safran wirklich belesen. Selbst Haji Mohammad Akbar war anfangs durch seine mangelnde Erfahrung beim Anbau und der Pflege dieser fragilen Pflanze ratlos. Um die nötige Erfahrung zu sammeln und Safran anständig ernten zu können, entschied er sich nach Iran zu reisen. Zu seinem Glück lernte er dort einen lokalen Farmer namens Haji Alipour kennen. Dieser half ihm ein Verständnis für die Pflanze zu gewinnen.

Dies beschränkte sich nicht nur auf den Anbau und die Ernte. Er lernte auch von der Geschichte und den breit gefächerten gesundheitlichen Vorteilen der Pflanze. Somit wurde ihm klar, dass Safran eine enormes ökonomisches Potenzial besitzt, welches bereits zu diesem Zeitpunkt einige Kunden in globalen Märkten besaß.

Abdul Sabur Rhamani, der Direktor der Abteilung von Landwirtschaft, Bewässerung und Viehzucht in der Provinz von Herat, betont gerne die Wichtigkeit, welche die Mühen und der Einfluss von Baba Saffron in der Produktion und Förderung dieser Pflanze hatte. Nach der Rückkehr seiner Reise war er noch gezwungen die Zwiebeln für den Safran noch illegal einzuschmuggeln. Das Schmuggeln blieb nicht unbelohnt. Es entstand die Möglichkeit in der Provinz Khorasan noch weiteres über Safran zu erlernen. Diese Chance nutzte er natürlich. Es dauerte jedoch nicht allzu lange, bis sich ein legaler Import aus Iran etablierte.

Das Wort über Safran verbreitet sich über Baba Saffron.

Natürlich reichte all dies nicht, um die Safranindustrie zu einem zeitgemäßen Geschäft in Afghanistan zu transformieren. Er war zu der Zeit der einzige, der sich an diese zwar ertragreiche, aber unbekannte Pflanze getraut hat. Aus diesem Grund fing er an den lokalen Farmern Mut zuzusprechen und ihnen die Geheimnisse zu verraten, wie man Safran anbaut. Da Afghanistan einen konzentrierten Drogenhandel besitzt, haben sich viele Landwirten dazu verschrieben, diese Drogen, meist Opium, anzubauen. Auch, wenn es ein sehr gefährliches Geschäft ist, gab es eine adäquate Entlohnung und leider haben zu diesem Zeitpunkt (und bis heute noch) genügend Alternativen gefehlt.

Eine Alternative konnte Baba Saffron den unbeholfenen Farmern aber somit bieten. Es bot ihnen eine Einkommensquelle, welche keinerlei Risiken mit sich trug. Kurz danach hat auch die afghanische Abteilung für Landwirtschaft ihre Hilfe und Zustimmung von dem Anbau von Safran geboten. Das Dacaar Institut initiierte außerdem einige Projekte, welche den Safrananbau fördern und ertragreicher machen sollten. Der Boden von Afghanistan stellte sich als sehr nützlich für den Anbau von Safran heraus. Die hochwertige Ernte, welche konstant ein qualitatives und vor allem leckeres Produkt erbrachte, verhalf dem Safran aus Afghanistan einer der besten, wenn nicht sogar dem besten Safran der gesamten Welt zu werden.

Das Wort über Safran hat sich hiernach relativ schnell verbreitet. Die Anzahl an Farmern, welche anfingen Safran anzubauen, hat sich in kurzer Zeit drastisch erhöht. Die Chance eine luxoriöse Pflanze anstelle von illegalen Drogen als Lebensunterhalt zu nutzen hat der Safranproduktion verholfen stetig zu wachsen. Außerdem sah man die Möglichkeit, das Ansehen von Afghanistan mit dem Anbau von Safran anstelle von Opium zu verbessern. Haji Mohammad Akbar wurde nach diesen Errungenschaften den Titel als „Baba Saffron“ verliehen. Es soll zeigen, dass seine Arbeit und die daraus entstandenen Erfolge für den Anbau von Safran in Afghanistan von dem afghanischen Staat anerkannt wurden.

Nicht jeder hieß Safran und Baba Saffron willkommen.

Diejenigen, die hingegen den Drogenhandel in Afghanistan unterstützten, konnten bei all den Fortschritten, welche die Safranproduktion in dieser kurzen Zeit machte, nicht tatenlos zusehen. Wenn man aktiv gegen den Drogenmarkt vorgeht, existieren natürlich auch deutliche Gefahren. The Father of Saffron war eine offensichtliche Gefahr für den illegalen Drogenmarkt, welcher seinen Einfluss bereits im Land verbreitet hat.

In einem Interview mit Jalil Ahmad, dem ältesten Sohn von Haji Mohammad Akbar, erzählt er uns, dass er selbst bereits Opfer der Feinde von seinem Vater wurde. In 2008 wurde er von Personen entführt, welche bis heute nicht identifizierbar waren. Der Grund hierfür war die Angst davor, dass Safran schon bald den Opiumanbau erlösen würde. Darauffolgend würde die Struktur des Schwarzmarkts zerfallen und dies war in ihrer Hinsicht definitiv zu verhindern. Als Austausch für das Leben seines ältesten Sohnes forderten die Entführer eine heftige Summe Lösegeld oder seine Felder.

Nachdem er sich dazu entschied dieses horrende Lösegeld zu zahlen und seinen Besitz zu behalten, wurde ihm klar, dass mit den Feinden von Safran und gleichzeitig somit auch dem Drogenmarkt nicht zu spaßen ist. In dem Fall von Afghanistan war es wichtig ein Auge auf die Taliban zu haben. Hierbei konnte Baba Saffron sich jedoch glücklich schätzen, dass die Taliban unerwarteterweise sogar den Safrananbau unterstützen.

Die Produktion nimmt seither zu.

Heutzutage ist Safran in Afghanistan als die primäre Alternative zu Opium bekannt. Die Nachfrage nach Safran hat in den letzten Jahren einen bemerkenswerten positiven Schub erlebt. Um die 15 Tonnen Safran wurden letztes Jahr in Herat produziert. Die Vorhersage der Produktion für das Jahr 2021 beläuft sich sogar auf ungefähr 20 Tonnen. Zu erwarten war, dass die Nachfrage und der Preis nach Safran während dem Ausbruch der Pandemie vorerst drastisch gefallen ist. Jedoch berichtet Herr Rhamani, dass die Aussichten für Safran nicht düster bleiben werden. Im Gegenteil – seiner Ansicht nach wird die Popularität von Safran stetig weiter steigen.

In den letzten zweieinhalb Jahren von Baba Saffrons Leben wurde er von einer Krankheit geplagt und war gezwungen, das Geschäft zu verlassen. Im 14. September 2020 starb Mohammad Akbar in Herat. Sein Tod wurde als ein großer Verlust für ganz Afghanistan angesehen. Der Präsidentenpalast, the Ministerium für Landwirtschaft und der Gouverneur von Herat zeigten ihre Dankbarkeit und würdigten den Errungenschaften und den Erfolg den er mit seiner Reise erreichte.

So endete die Geschichte von The Father of Saffron. Ihm gelang es einer Vielzahl von lokalen Farmern eine besondere Chance zu geben, ihre Leben zu verbessern. Seine Taten verhalfen es gegen den illegalen Drogenhandel vorzugehen und hierdurch haben viele Einwohner ein glückliches und vor allem gesundes Leben geschenkt bekommen. Seine Vision wurde zur Realität und in den letzten Jahren wurde der Hilfe von Haji Mohammad Akbar afghanischer Safran zu einem Produkt der höchsten Qualität.

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Corona, Safran und Afghanistan. Wie wird der Safranhandel von der Pandemie beeinflusst?

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Corona, Safran und Afghanistan. Seit Anfang 2020 plagen wir uns mit dem Ausbruch des Corona Virus. Nicht viele haben erwartet, dass dieser so einen großen Einfluss auf unsere Leben haben würde. Nun stellt man sich die Frage, wie es denn in anderen Ländern aussieht. Hierbei interessiert es uns, wie die laufende Pandemie die Safranwirtschaft in Afghanistan beeinflusst.

In den letzten Jahren ist die Nachfrage nach Safran beachtlich gestiegen. Nicht nur in Afghanistan, sondern auch in europäischen Ländern gewinnt das edle Gewürz immer mehr an Popularität. Bekanntlich stellt der Iran den meisten Safran her. Jedoch holt Afghanistan mit 15 Tonnen im Jahre 2020 stetig auf. Die Prognosen für 2021 liegen sogar bei ganzen 20 Tonnen. Nur wie kann das sein, wenn jeder eigentlich momentan von der laufenden Pandemie beeinflusst wird?

Der Direktor der Behörde für Landwirtschaft, Bewässerung und Viehzucht, Abdul Sabur Rhamani, betont oftmals die konstante Unterstützung, welche der Staat der Safranwirtschaft anbietet. Außerdem führt auch das Dacaar Institut stetig Anpflanzungsprojekte durch, welche die Aufrechterhaltung der Anpflanzung und Ernte von Safran deutlich erleichtert. Das Angebot sinkt also nicht, trotz der Pandemie.

Corona und Safran. Wie sieht es aber mit der Nachfrage aus?

Vorerst sah es nicht allzu gut aus. Die Nachfrage ist unmittelbar nach dem Ausbruch der Pandemie drastisch gesunken. Diese nahm jedoch bis dato weiterhin zu und laut den Aussagen von Mr. Rhamani wird sie auch stetig weiter steigen.

Die Popularität von Safran ist also kaum zu stoppen. Corona und Safran haben zwar ihre Unstimmigkeiten, aber in der Zukunft wird Safran trotzdem an Popularität gewinnnen. Zumal, da Safran auch einen erheblichen Einfluss auf den Drogenhandel innerhalb von Afghanistan hat. Dieser wird nämlich als Hauptalternative zu Opium gesehen, welcher schon lange den illegalen Drogenmarkt in ganz Afghanistan kontrolliert. Hier geht es zu einem Beitrag zu dem Drogenmarkt von Afghanistan.

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Crocus Sativus als Alternative zu Drogen

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Crocus Sativus besitzt mehr, als nur Safran – Es hilft auch gegen Drogen.

Der Drogenhandel in Afghanistan ist kaum aufzuhalten. Dass Crocus Sativus, oder eher gesagt der Safran, welchen man daraus gewinnt, eine Alternative für Drogen ist, hat sich jedoch bewährt. Das heißt nicht, dass Safran ähnliche Eigenschaften zu Drogen besitzt. Im Gegenteil: Er ist offensichtlich viel gesünder und schmeckt wahrscheinlich auch besser, als Opium. Dieser dominiert nämlich den Drogenmarkt in Afghanistan. Die daraus gewonnenen Opiate werden weltweit exportiert. Dazu gibt es hier mehr…

Nur wie kam es dazu, dass Safran so langsam das Opium ablöst?

Klar ist es, dass viele Farmer dem Drogenanbau verdanken, dass sie sich überhaupt einen Lebensunterhalt verdienen können. Hierfür forderte der Anbau jedoch auch einige Opfer. Der Drogenhandel – und somit auch der Anbau – ist stets illegal. Man musste mit potenziellen und harten Sanktionen rechen, wenn man sich also auf dieses Geschäft einließ. Außerdem muss man bedenken, dass die lokalen und armen Farmer sich keine wissenschaftlichen Geräte leisten konnten, um das Opium auf die Reife zu prüfen. Nötig war es also, dass die eigene Familie den Mohnsaft mit dem Mund schmeckt, um die Reife festzustellen. Dabei ist zu erwarten, dass die Familienmitglieder hierbei eine Abhängigkeit zu dieser Droge entwickeln.

Mit rund 13-20 Millionen Opiatabhängigen wird weltweit gerechnet. Würde der Drogensektor weiterhin steigen, könnte man die Zunahme von Abhängigen nicht aufhalten. Crocus Sativus und sein Safran haben in Afghanistan jedoch große Schritte gegen die Drogen erreicht. Nachdem The Father of Saffron oder Baba Saffron die ersten Zwiebeln der Pflanze nach Afghanistan schmuggelte, wurde Safran in Afghanistan ein richtiges Geschäft. Etliche Landwirten waren von dem risikofreien Anbau überzeugt. Das Luxusgewürz eroberte die Provinz Herat wie im Sturm. Endlich gab es eine legale Alternative für Farmer Geld zu verdienen. Sogar das Ministerium für Landwirtschaft, Bewässerung und Viehzucht hat sein Bestes getan, um den Safrananbau zu fördern.

Bis heute hat Safran also einen großen und vor allem positiven Einfluss für die Landwirten gehabt. Die Popularität steigt stetig und das Angebot ebenso. Die Prognose für 2021 liegt bei 20 Tonnen, welche Afghanistan hervorbringen wird.

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Drogenhandel Afghanistan – Opium

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(Bild: Devanath / Pixabay)

Der Drogenhandel in Afghanistan. Ohne Zweifel lässt sich sagen, dass es ein wunderschönes Land voller Kultur und dazu passenden Sehenswürdigkeiten ist. Hinter den Kulissen sieht es dagegen düster aus. Neben der kulturellen Schönheit und der ausgiebigen Geschichte versteckt sich eine der größten Herausforderungen.

Fluch und Segen – der Opiumanbau

Der Drogenhandel in Afghanistan ist ein Fluch und ein Segen. Das vom Krieg zerrissene Land erlaubt durch fehlender Rechts- und Infrastruktur nur begrenztes Wachstum von legitimen und seriösen Firmen. Der Opiumanbau, auch Mohnsaft genannt, ist hierbei die einfachere und gleichzeitig sogar profitablere Alternative, da Afghanistan ohnehin bereits den größten (Schwarz-)Marktanteil an Opiaten, also beispielsweise rohes Opium, Morphium und Heroin, besitzt. Gerade im Süden besitzt der Taliban am meisten Kontrolle, denn der Drogenhandel macht einen großen Anteil ihres Einkommens aus. In Kombination mit der vergleichsweise schlechten Struktur zu dem nördlichen Gebieten ist dort der Anbau und die Produktion von Opium und Opiaten deshalb am konzentriertesten.

Für Afghanistan ist es schließlich ein signifikantes Einkommen. Es lässt sich sagen, dass Afghanistan durchschnittlich 90 Prozent des weltweiten Opiumangebots zur Verfügung stellt. Geschätzt gibt es 13-20 Millionen Opiatabhängige weltweit. Ein Großteil der Gewinne generiert sich im Ausland, jedoch besitzt Afghanistan selbst eine große Nachfrage nach dem Mohnsaft. 2014 erreichte die Anbaufläche über 220.000 Hektar, die Produktion von rekordbrechenden 9.000 Tonnen in 2017, trotz aktivem Abriss gegen die Abbauflächen, deckt somit die Nachfrage der Konsumenten mehr als ausreichend. Rund 15-20% des Bruttoinlandsprodukts erreicht somit illegaler Drogenhandel. Sehr viele Bürger verdanken dem illegalen Anbau von Opium, dass ihnen ein ausreichendes Einkommen zur Verfügung steht. Opium wird nämlich nicht nur angebaut, sondern muss auch transportiert und zu Opiaten weiterverarbeitet werden. Geschätzt sorgt es für circa 400.000 Arbeitsplätze im afghanischen Raum. Dies macht es zu einem sehr relevanten Bestandteil der afghanischen Wirtschaft.

Aber was spricht gegen den Opiumanbau?

Der Anbau und die Produktion bringen jedoch sehr viele Risiken mit sich. In gewissen Ländern ist nur eine geringe Dosis für pharmazeutische Zwecke geduldet, aber größtenteils, und da ist Afghanistan auch keine Ausnahme, sind Opiate stets illegal. Hohe Geld- und Gefängnisstrafen werden für den Handel und Konsum von Opiaten verhängt. Der einfache Besitz ist nicht ausgenommen.

Opium muss außerdem vor der Ernte mit der Zunge geschmeckt werden, um es auf seine Reife zu prüfen. Viele Farmer entwickeln aus diesem Grund bereits in einem jungen Alter eine Abhängigkeit zu der Droge, was im selben Moment schlussendlich auch die Nachfrage von Opium erhöht. In Anbetracht dessen, dass für sie keine anderen Alternativen in Aussicht stehen, zwingen sie sich hiermit aber diese Risiken einzugehen. Im Großen und Ganzen bringt der Opiumanbau also eine Vielzahl von Vorteilen für die Bürger, welche in dem „Drogensektor“ gezwungenermaßen leben. Es ist aber immer noch eine Droge, welche auf Langzeit tatsächlich fatale physische und psychologische Folgen auf den menschlichen Körper haben kann.

Was wird gegen den Drogenhandel in Afghanistan gemacht?

Um hier entgegenzuwirken, gibt es diverse politische Eingriffe, welche auch den wie bereits erwähnten Abriss der Anbauflächen beinhalten. Die größte bisherige Auswirkung hatte jedoch der Verbot des Anführers der Taliban, den offiziellen Herrschern Afghanistans im Jahre 2000. Die Produktion ist in diesem Jahr auf 200 Tonnen gesunken, welches im Vergleich zum Vorjahr ca. 1/20 darstellt. 2001 hat die USA, mit dem Ziel die Taliban zu stürzen, eine Offensive gestartet. Die afghanische Wirtschaft ist gestürzt und viele Einwohner waren dazu gezwungen, den Opiumanbau fortzuführen oder zu beginnen. Bislang ist die gesamte Opiumproduktion rasant gestiegen und nimmt derzeitig auch kein Ende.

Die einzigen wirklich effektiven Eingriffe kamen durch unvorteilhafte natürliche Bedingungen wie Wetter oder Parasiten. Nennenswert ist das Jahr 2015. Dort gab es einen Fall von Pflanzenkrankheit, welches auf eine Form von Pilzbildung deutet. Ein großer Teil der Pflanzen war hiermit unbrauchbar, dies hat den Ertrag dieses Jahres zum Vorjahr halbiert.

Die USA stellt täglich 1,5 Millionen US-Dollar für die Drogenbekämpfung in Afghanistan. Trotz dieser Förderung scheint die Prävention vom Drogenanbau nicht ausreichend zu sein, um effizient entgegenzuwirken oder ihn gar aufzuhalten. Dies wirft viele Fragen und Kritik auf. Der Opiumhandel wird angeblich inoffiziell toleriert. In Anbetracht dessen, dass es einen solch anormal hohen Anteil des BIPs erzeugt, ist dies in wirtschaftlicher Hinsicht keineswegs anzufechten. Dies ist jedoch nicht bestätigt, also kann man nur sehr gewagt davon ausgehen. Wichtig ist jedenfalls zu sagen, dass keine signifikante Besserung bis dato zu verzeichnen ist.

Einen bedeutenden Einfluss auf den Kampf gegen den illegalen Drogenmarkt hatte Safran. In diesem Beitrag gibt es mehr dazu: Crocus Sativus als Alternative zu Drogen

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Safran fälschen – Safran ist mehr als nur Essen

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Safran fälschen war schon immer möglich. Solange man Farbe und Geschmack rekreieren konnte, geling es einigen derzeitig Kriminellen ihre Mitmenschen zu hintergehen.

Safran wird oftmals mit Essen verbunden. Manche wissen sogar bereits, dass es eine große Relevanz in der Kosmetik und Medizin besitzt. Jedoch gibt es auch Schattenseiten, bei denen Safran nicht direkt involviert ist. Dort wird der Titel des Safrans als teuerstes Gewürz der Welt nämlich ausgenutzt und als Fälschung weiter verkauft. Die einfachste Fälschung ist Kurkumapulver, welches als Safranpulver an den Mann gebracht wird. Bis heute wird Safran auf den lokalen Märkten von Afghanistan und Iran gefälscht und verkauft.

Die Missetat, Safran zu fälschen, ist jedoch ein schweres Verbrechen. Das war es schon in der Geschichte und wurde bis heute somit auch traditionell übernommen. Was früher drastische Maßnahmen zufolge hatte, wird heutzutage mit Missachtung und humaneren Sanktionen bestraft.

Safran fälschen: Wie sah es denn früher aus?

Das große Risiko, Safran zu fälschen, hat sich aus den verheerenden Folgen etabliert, welche man nach der Festnahme zu spüren bekommen hat. Im besten Fall konnte man sich glücklich schätzen, wenn man seine Gliedmaßen behalten durfte. Sogenannte Safranschauer wurden eingesetzt, welche den Safran auf Fälschungen überprüften. Ähnlich wie der Zoll das Gepäck auf illegale Gegenstände prüft. Safran fälschen ist also kein einfaches Hobby oder eine Teilzeitbeschäftigung. Es erfordert sehr viel Vorsicht und Vorausplanung, damit man erfolgreich ist. Safran zu fälschen geht nämlich gegen Jahrtausende von der reinen Geschichte des Safrans. Safran verursachte Kriege, es steckt voller natürlichen Heilkräften und besitzt einen deliziösen Geschmack. Wer es sich erlaubt, die Schönheit dieses Gewürzes zu fälschen, muss also bestraft werden.

Für viele lohnt sich dieses Risiko jedoch sehr. Beispielsweise ist der Preis von Safran im Vergleich zu Kurkuma enorm. An einfachen Fälschungen des Safrans kann man also reich werden. Aus diesem Grund ist Safran nicht nur ein Gewürz. Abgesehen von den weiteren, legalen und traditionellen Anwendungsmöglichkeiten, versuchen sich nämlich einige auch noch an den bereits genannten Schattenseiten. Safran ist sehr luxuriös und aus diesem Grund sehr attraktiv für illegale Aktivitäten.